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Interviews, Beiträge aus der POWERLAB Community
Laufsport, Gesundheit und Genuss

Regelässig machen wir Interviews mit interessanten Köpfen aus unserer Community. Hast Du eine interessante Geschichte rund um das Thema Laufen, Ausdauersport, Cycling, Triathlon zu erzählen, ruf uns an auf 044 955 90 20 oder schreib uns auf info@powerlab.ch.


Interview mit Roger Kaufmann, Streckenvermesser, Marathonläufer, Initiator des Neujahrsmarathon

Roger ist ein langjähriges Mitglied der POWERLAB Community. Selber passionierter Marathonläufer, zeitweise Triathlet und hat einen eigenen Laufevent ins Leben gerufen. Wie das alles mit Streckenvermessung und Fussball zusammenhängt, erzählt er uns im Interview.

PL: Hallo Roger, toll dass Du Zeit für ein Interview hast. Wir kennen uns ja, doch wer bist Du?
Ich bin ein sportbegeisterter Mathematiker, der im Alter von 11 Jahren den Laufsport und später den Ausdauersport ganz allgemein für sich entdeckt hat. Dem Laufsport bin ich mittlerweile seit 37 Jahren treu. Rund um meine Steckenpferde Sport und Mathematik sind im Verlaufe dieser Jahre zahlreiche Projekte entstanden: der Neujahrsmarathon Zürich, Lauf- und Schwimmzeitberechnungen, Teamchef der mehrfach siegreichen Brownschen Spaziergänger bei der SOLA Stafette, Lauf-Trainingsleiter im ASVZ (Akademischer Sportverband Zürich), Qualifikation & Teilnahme an der Ironman 70.3-WM in Clearwater/Florida, Fussball-Wahrscheinlichkeitsberechnungen für In- und ausländische Medien, bis hin zur Entwicklung eines Risikomanagement-Tools für Trainer im Profifussball. Und das schönste und wichtigste «Projekt» ist natürlich meine Familie mit meinen drei Frauen (Ehefrau + 2 Töchter).

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PL: Was ist das verbindende Element zwischen den vielen Projekten und Themen die Du jonglierst?
Ich bin jemand, der gerne eigene Ideen entwickelt und umsetzt – idealerweise gemeinsam mit anderen Leuten, die sich für diese Ideen begeistern lassen. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Neujahrsmarathon Zürich, den ich initiiert hatte, um die Schweizer Laufszene um einen einzigartigen Anlass zu erweitern. Einzigartig ist der Neujahrsmarathon deshalb, weil er exakt zum Jahreswechsel startet und die Siegerinnen und Sieger so automatisch eine von World Athletics anerkannte Jahresweltbestzeit laufen. Hinzu kommt das eindrückliche Erlebnis, unter dem Feuerwerkshimmel gemeinsam mit Gleichgesinnten ins neue Jahr zu laufen.

Dass die Startzeit beim Neujahrsmarathon so festgesetzt ist, damit dieser Event weltweit der erste Marathon des Jahres ist, ist kein Zufall: Als Mathematiker, der sich im Beruf mit Extremereignissen (grosse Schadenereignisse für Versicherungen) beschäftigt, ist es naheliegend, dass ein von mir initiierter Lauf einzigartig resp. in einem gewissen Sinne optimiert sein sollte.

Das verbindende Element meiner Projekte ist die Kombination von Mathematik und Sport. Und der Spass soll natürlich auch nicht zu kurz kommen.

PL: Du bist neben Deinem Beruf auch Streckenvermesser, erzähl uns wie es dazu kam?
Damit die beim Neujahrsmarathon gelaufenen Zeiten internationale Gültigkeit haben, muss die Strecke offiziell vermessen sein. Als wir den Neujahrsmarathon zum ersten Mal durchführten, gab es in der Schweiz noch keinen internationalen Streckenvermesser. Eine Möglichkeit wäre gewesen, einen ausländischen Vermesser einfliegen zu lassen. Gleichzeitig stiess ich jedoch auf das internationale Reglement für Streckenvermessungen und las dieses aus Neugier durch. Als Mathematiker, der seinen Militärdienst als Vermesser in der Artillerie geleistet hatte, sah ich keine grosse Schwierigkeit darin, eine solche Streckenvermessung gleich selbst durchzuführen; für mich klangen alle Vorgaben intuitiv logisch. So absolvierte ich die notwendigen Streckenvermesser-Prüfungen und komme seither zum Zuge, wenn in der Schweiz eine Laufstrecke international zu vermessen ist. Auch bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich und 2022 in München, sowie beim Halbmarathon-Weltrekord 2021 in Lissabon war ich als Streckenvermesser im Einsatz. Die Krönung wäre, einmal einen Olympia-Marathon vermessen zu dürfen. Das ist in der Vermesserszene vergleichbar, wie wenn man als Schiedsrichter den Fussball-WM-Final leiten darf.

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PL: Was viele vielleicht nicht wissen, Du bist u. a. auch gern zitierte Quelle der Schweizer Medien im Kontext Fussball und WM, wie kam es dazu?
Als 16-Jähriger gewann ich bei einem Wettbewerb einen Computer; zu jener Zeit war es noch nicht üblich, einen Computer zu besitzen und das Internet war auch noch nicht in aller Munde. Auf dem gewonnenen Atari-Computer war jedoch eine Programmiersprache installiert, die ich mir im Selbststudium beibrachte. Ich begann, Spiele zu entwickeln und im Kollegenkreis zu verteilen. Parallel stellte ich auch schon erste Wahrscheinlichkeitsberechnungen im Fussball an; zunächst für einzelne Spiele, später für ganze Meisterschaften. Aufgrund meiner damaligen Website, auf der ich diese Berechnungen präsentierte, wurden verschiedene Medien auf mich und meine Berechnungen aufmerksam. Insbesondere bei Welt- und Europameisterschaften wurde ich so zum «Hausmathematiker» für verschiedene Zeitungen und wurde auch immer mal wieder als Gast zu Radio- und Fernsehsendungen eingeladen.

PL: Du bist in der Laufszene bekannt dafür, die genausten Laufzeitberechnungen, egal auf welcher Strecke und egal für welchen Läufer zu machen? Wie geht das?
Schaut man sich die Bestzeiten einer Läuferin oder eines Läufers für verschiedene Distanzen an, so ergibt sich immer dasselbe Muster: Der prozentuale Leistungsabfall (gemessen als Zeit pro Kilometer) ist gleich gross, wenn man die Streckendistanz um den gleichen Faktor verlängert, also z.B. von 1 auf 2 km, oder von 5 auf 10 km, etc. Die Höhenmeter lassen sich zudem auf einfache Art und Weise in Zusatzmeter (Höhenmeter hoch) resp. Verkürzung der Strecke (Höhenmeter runter) umrechnen. Kombiniert man dies alles, so kann man den Grundspeed eines Läufers, seine Ermüdung, sowie die Schnelligkeit berghoch und runter aus vergangenen Laufwettkämpfen schätzen und so z.B. die ideale Pace für einen Marathon dieser Person bestimmen. Mir selbst ist es dank einer solchen Berechnung gelungen, einen 2:46er Marathon zu laufen (beide Hälften in 1:23), wobei ich vom ersten Kilometer an die richtige Pace anschlagen hatte und diese bis zur Ziellinie durchziehen konnte. Die 2:46 waren definitiv das Maximum, was in jenem Rennen möglich war, und ohne mein eigenes Berechnungstool hätte ich dieses Potential nicht ausschöpfen können.

PL: Welches ist Dein schönstes Lauf- oder Wettkampf-Erlebnis? Erzähle uns davon?
Das Erzielen der Marathon-Bestzeit war sehr schön. Noch eindrücklicher war jedoch die Ironman 70.3-Europameisterschaft in Wiesbaden; einerseits, weil ich den abschliessenden Halbmarathon in einer für mich stolzen 1:25er Zeit laufen konnte, andererseits aber vor allem deshalb, weil sich sowohl meine Frau Nicole als auch ich mit unserer Leistung für die WM in Clearwater qualifizieren konnten. Das unvergesslichste Lauferlebnis nahm ich jedoch aus Südafrika mit: Meine Frau und ich nahmen dort als Team an der Erstaustragung eines 4-tägigen Laufabenteuers quer durch üblicherweise nicht zugängliche Naturschutzgebiete teil. Zwischen den Etappen übernachtete man auf einem Campingplatz und sass mit den anderen Läuferinnen und Läufern zusammen. Wir waren praktisch die einzigen Exoten unter lauter südafrikanischen Teilnehmern, waren aber von Anfang an voll integriert in diese sportliche südafrikanische Gemeinschaft. Die Natur und die Begegnung mit den südafrikanischen Leuten sind bis heute unvergessen, auch wenn’s schon wieder über ein Jahrzehnt her ist.

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PL: Hast Du einen unfullfilled Dream oder Projekt und würdest Du uns davon erzählen?
Ein Projekt gibt es da tatsächlich. Ob es realisierbar ist, weiss ich heute selbst noch nicht: Spätestens seit Eliud Kipchoges Sub-2-Stunden-Marathon ist wohl vielen Leuten bewusst, dass es geeignetere und weniger geeignete Laufstrecken gibt, um schnelle Zeiten zu laufen. Für Weltrekorde ist z.B. reglementiert, wie viel höher der Start im Vergleich zum Ziel liegen darf (42 Höhenmeter) und dass der Start und das Ziel in Luftdistanz nicht mehr als 21.1 km auseinander liegen dürfen. Hingegen gibt es im Gegensatz zu Sprints auf der Tartanbahn keine Vorgaben, wie stark der Rückenwind sein darf. Um eine möglichst schnelle Marathonstrecke anbieten zu können, wäre es meines Erachtens sinnvoll, auch diesen Aspekt zu berücksichtigen. Ich bin überzeugt, irgendwo auf dieser Welt (eventuell gar in der Schweiz) existiert eine mehr oder weniger flache Runde, die bei starkem Wind zur Hälfte windgeschützt ist (beispielsweise indem sie durch einen Wald führt, oder entlang eines windgeschützten Damms) und zur anderen Hälfte vom Rückenwind profitiert. Gerne würde ich auf einer solchen Strecke einen «Rückenwind-Marathon» anbieten. Ich bin überzeugt, nicht nur Kipchoge könnte auf diese Weise die Marathonstrecke unter 2 Stunden laufen. Falls jemand einen Tipp hat, wo sich eine solche Strecke finden lässt, darf man mich gerne kontaktieren.

PL: Danke für das Gespräch und fröhliche Weihnachten.


Schnellere Pace bei POWERLAB: Neuer Laufsportspezialist Samy Mayer

Laufsport ist unsere Passion und darum sind wir auch besonders stolz, dass wir unsere Beratungs- und Teamkompetenz entscheidend erweitern konnten. Mit Samy Mayer haben wir nicht nur einen herausragenden Langstreckenläufer für unser Team gewonnen, sondern auch einen Laufsportberater, der sich neben seinen sportlichen Fähigkeiten durch Empathie und Offenheit auszeichnet. Gerne stellen wir Dir Samy vor:

PL: Hallo Samy. Wer bist Du? Erzähle uns ein wenig..


Samy: Ich bin der, der auf Abdi’s (Abdi-Salam Ali) Videos zu sehen ist 😂. Meine Leidenschaft für den Laufsport entdeckte ich während meiner Zeit beim Unihockey. Straftraining: 4 grosse Runden rennen machte ich gern, da dies für mich nicht wirklich eine Strafe war sondern eher etwas Entspannendes. Schnell merkte ich, dass ich gute Ausdauer hatte und eine gute Grundschnelligkeit. So dauerte es nicht lange, bis ich beim LC Uster landete. Hier war ich genau richtig, alle teilten die gleiche Leidenschaft. Zusammen zu trainieren und sich gegenseitig zu pushen ist super. Wenn ich mal nicht am Rennen bin, trifft man mich hier ;).

PL: Du bist Läufer. Lieblingsdistanz und warum?

Samy: 10 km, weil 5km zu schnell vorbei sind.

PL: Mit wem würdest Du am liebsten laufen gehen? Warum?

Samy: Am liebsten trainiere ich mit Abdi, es ist schön ihn bei seinem Werdegang zu begleiten. Er hat eine sehr spannende Geschichte und stets ein Lächeln im Gesicht. Seine Lebensfreude steckt einem sofort an. Wenn ich einen Trainingspartner wählen könnte währe es Eliud Kipchoge, er ist ein Vorbild für mich so wie für die meisten Läufer. Seine Gelassenheit und Leichtigkeit, welche er bei den Rennen abrufen kann, ist faszinierend. Ich hoffe, dass sich im kommenden Kenia Camp die Chance ergibt, ihn bei einem Training zu treffen und wertvolle Tipps zu bekommen.

PL: Wie sieht Dein Lieblingslaufschuh aus, den es noch nicht auf dem Markt gibt?

Samy: Wetter-anpassendes wechselndes Upper Material. Wechselbare Laufsohle, sodass man einen Schuh für jegliche Beschaffenheit hat. Zudem wäre im Schuh ein Chip integriert, um wichtige Auswertungen zu bekommen wie Schrittlänge, Kadenz, Bodenkontaktzeit.

PL: Wo liegt Deine Lieblingslaufstrecke? Warum magst Du diese speziell gerne?

Samy: St. Moritz nach Silvaplana laufe ich am liebsten am Morgen, man hat eine traumhafte Aussicht die es sonst nirgends gibt.

PL: Was ist aus Deiner Sicht bei der Wahl eines Laufschuhs am wichtigsten?

Samy: Die Passform.

PL: Erzähle uns von Deinem schönsten Lauferlebnis…

Samy: Ich selbst warte noch auf ein Highlight, da ich die letzten 2 Jahre verletzungsbedingt nicht in Form war. Darum ist es umso schöner, bei besonderen Momente von Teamkollegen dabei zu sein. Als Abdi beim 10K in Valencia zum ersten mal die 30 Minuten Barriere durchbrochen hat, war das sehr eindrücklich. Ein weiterer besonderer Moment war, als Zerei (Mezngi Zerei KBROM) im Olympia Stadion sich im 10‘000m lauf als Vize-Europameister küren durfte.

Chatting nach einer Trainingseinheit, 400 m Bahn St. Moritz

PL: Würdest Du Deinen „unfullfilled Dream“ zum Thema Laufen mit uns teilen?

Samy: Eines Tages die Schweiz an einem Gross-Event zu vertreten. Im besten Fall gemeinsam mit meinem Trainingskollegen Abdi. Laufen, schnell laufen, ohne Verletzung auf internationaler Bühne und somit von Event zu Event die Welt bereisen. Durch die Siegesprämien und Sponsoren vom Sport leben zu können. Im Sommer wäre mein Trainingsplatz im schönen St. Moritz und wenn es bei uns kalt wird und die Strasse mit Schnee bedeckt sind, in Kenia oder dem Hochgebirge Kolumbiens. Mal schauen, ob es nur ein unfullfilled Dream ist…


Stolz stellen wir vor: Roberto Sanchez neu bei POWERLAB

POWERLAB versteht sich als Hub für Ausdauersport. Wir sind laufend bedarf unser Angebot im Bereich Laufen, Cycling, Gesundheit, Service, Café zu hinterfragen und zu verbessern. Mit der Integration von Roberto Sanchez von Cyclingexperience bauen wir unsere Marktposition im Cycling nachhaltig aus.

PL: Hallo Roberto. Wir freuen uns sehr auf Dich. Erzähle uns ein wenig von Dir, z, B. mit wem fährst Du am liebsten Rad?

Roberto: Das ist schwer zu beantworten, denn was ich am Radsport liebe, ist die Möglichkeit, mit mehr Leuten zu fahren, aber ich würde sagen, mit den Jungs von meinem Team Cycling Experience oder meinem guten Freund Marco Hefti. Mit ihnen gibt es keinen Mangel an guten Gesprächen und Beinschmerzen.

PL: Welches ist Deine liebste Strecke? Würdest Du diese mit uns teilen?

Roberto: Ich denke, dass jede Strecke mit langen Bergpässen auf dem Rennrad oder mit guten Trails auf dem MTB In meiner Heimat Valencia jede Strecke durch den Naturpark Calderona.

PL: Was glaubst Du ist im Moment wichtig, um in diesem Marktsegment erfolgreich zu sein?

Roberto: Ich glaube, dass in der heutigen Zeit jeder online Equipment kaufen kann. Das Wichtigste für mich ist der persönliche Service und die Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Kunden. Als Spezialist für Bikefittings, Mechaniker und Coach glaube ich, dass ich vielen Radfahrern helfen kann, ihre Ziele zu erreichen.

PL: Würdest Du Dein grösstes sportliches Hightlight mit uns teilen?

Roberto: Ich denke, mein grösster sportlicher Erfolg, abgesehen von einigen guten Platzierungen bei lokalen Rennen, ist, dass ich immer noch die gleiche Leidenschaft und Motivation habe, zu trainieren und Rad zu fahren, sei es auf der Strasse, auf dem MTB, Gravel oder Cyclocross.

PL: Ab wann können unsere Kunden Dich persönlich bei uns im Shop begrüssen?

Roberto: Ich freue mich darauf, ab August alle Kunden zu begrüssen und zu unterstützen.

PL: Ein paar Worte zu Cyclingexperience@POWERLAB, auf was dürfen wir uns freuen?

Was ich in das Projekt Cyling Experience und POWERLAB einbringen kann, ist ein motivierter und gebildeter Mensch mit 20 Jahren Erfahrung in der Branche, der sich jeden Tag darüber freut, seine Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben. Ich bin ein echter Cycling-Freak😉

PL: Vielen Dank lieber Roberto. Wir freuen uns sehr auf Dich und auf die ersten Ausfahrten mit Dir.


Caspar Coppetti im Interview

Wir von POWERLAB mögen das leichte, direkte Laufgefühl der On Laufschuhe. Wir freuen uns über den Erfolg dieser Schweizer Laufsportfirma und hatten die Gelegenheit, Caspar Coppetti,  Unternehmer, Innovator und Läufer ein paar Fragen zu stellen.

PL: Hallo Caspar. Danke für dieses von Läufer-zu-Läufer-Interview. Wie sieht Dein Alltag aus? Wann stehst Du auf? Wie oft Läufst Du? Welches ist Dein Lieblingsschuh und warum?

Caspar: Mein Alltag unterscheidet sich ziemlich, je nachdem ich zu Hause bin oder unterwegs in unseren Märkten. Zu Hause laufe ich meistens über den Mittag, bei uns im Engadin im Winter auch sehr gerne mit den Langlaufskis. Auf Reisen falle ich jeweils regelmässig aus dem Bett und direkt in die Laufschuhe, das ist für mich die beste Art, einen Ort kennenzulernen und den Jetlag zu bekämpfen. Ich laufe oft irgend einen Prototypen der zukünftigen Modelle, an denen wir mit unseren Teams arbeiten.

PL: Laufsport ist ja nicht nur Laufen, es geht um Material, Biomechanik, Umwelt, Transportwege, Individualität, Konsum, Nachhaltigkeit, um nur einige Stichworte zu nennen. Wo siehst Du die grossen Entwicklungsfelder im Laufsport? Heute in 5 Jahren?

Caspar: Am meisten passiert aktuell bei den Materialien: wie leicht können die Dämpfungsschäume sein, und wieviel Energie geben sie zurück? Bei On haben wir viel Know-how, wie wir nicht nur mehr oder weniger Schaum unter den Fuss packen, sondern auch wie wir unsere Dämpfungselemente konstruieren, um das Laufen wie auf Wolken zu ermöglichen. Hier haben wir noch viele Ideen im Köcher. Wo die grösste Herausforderung für die Industrie liegt, ist die Nachhaltigkeit. Aktuell verarbeiten praktisch alle Erdöl zu Kunstoffen, die nicht rezykliert werden. Hier gehen wir mit Produkten wie Cyclon voran, in dem wir pflanzenbasierte und zirkuläre Materialien verwenden.

“ Ich suche noch immer nach dem perfekten Trail, der mir beim Laufen ein ähnliches Gefühl gibt wie mit dem Mountainbike auf dem Flow-Trail.“

Caspar Coppetti

PL: Wann bist Du das letzte Mal mit einem Entscheid total danebengelegen?

Caspar: Oh, das kommt immer wieder einmal vor. Ich versuche, mich selber nicht zu ernst zu nehmen und erlaube es mir auch, meine Meinung weiterzuentwickeln, das heisst aus Situationen oder von anderen Menschen zu lernen.

PL: Würdest Du Deinen „unfullfilled Dream“ zum Thema Laufen mit uns teilen?

Caspar: Ich suche noch immer nach dem perfekten Trail, der mir beim Laufen ein ähnliches Gefühl gibt wie mit dem Mountainbike auf dem Flow-Trail. In der Nähe unseres Hauses hat es einen Weg am Fluss, der sehr nahe kommt, aber er ist zu kurz…

Caspar Coppetti auf der Suche nach dem perfekten Trail.

PL: Wie sieht der Schuh aus, mit welchem ein regulärer Sub 2-Marathon gelaufen wird?

Caspar: Er hat hoffentlich ein On-Logo drauf!

PL: Beschreibe Dein schönstes Lauferlebnis?

Caspar: Frühmorgens in den Hügeln oberhalb von Laguna Beach, wenn die Luft noch frisch ist vom kalten Pazifik, mit Blick aufs Meer und dem Duft von Eukalyptus in der Nase.

PL: Wo liegt Deine Lieblings-Laufstrecke? Warum ist diese Deine Lieblingslaufstrecke?

Caspar: Am Hudson River in New York.

PL: Wer wäre Dein Lieblings-Longrun-Partner, mit dem Du noch nie gelaufen bist? Warum?

Caspar: Jemand, mit dem ich spannende Gespräche führen kann und der oder die nicht immer einen halben Schritt vor mir läuft. Malcolm Gladwell ist ein begeisterter On-Läufer, mit ihm wäre es sicher spannend.

PL: Für wen möchtest Du gerne noch den perfekten Laufschuh entwickeln?

Caspar: Für meine Frau Kathrin.

PL. Vielen Dank für dieses Interview.


Interview mit Doris Macsenti zu Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT)

2. Februar 2022

«Die IHHT unterstützt den Stoffwechsel perfekt»

Doris Macsenti (57) ist vom Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) durch und durch überzeugt. Seit sechs Jahren absolviert die Zürcher Duathletin regelmässig das kontinuierliche Sauerstoff-Training.

Warum hast Du Dich für die IHHT entschieden?

Die IHHT-Wirkungsweise hat mich überzeugt: die Mitochondrien, also die kleinen Kraftwerke jeder Zelle, werden durch das Höhentraining leistungsstärker. Das hat positive Effekte auf gesamten Organismus. Inzwischen muss man zum Glück kein Raumfahrer oder Spitzensportler mehr sein, um so trainieren zu können. Für sie wurde die IHHT ja ursprünglich entwickelt.

So entspannt liegt Doris während der Session auf der Liege.

Doris während einer IHHT-Session, die zwischen 30 und 40 Minuten dauert.

Wie läuft die Therapie konkret ab?

Ich liege entspannt auf einem Liegesessel und atme über eine spezielle Maske in Intervallen Luft mit wenig und Luft mit viel Sauerstoff ein und aus. Es ist also kein anstrengendes körperliches Training, sondern wirkt mental zunächst einmal sehr entspannend. Da ich der IHHT schon seit sechs Jahren treu bin, absolviere ich kürze 25 Minuten-Trainings. Die Behandlung ist sehr individuell und wird je nach Verlauf entsprechend angepasst.

Wie reagiert Dein Körper auf die IHHT?

Die Sauerstoffaufnahme meiner Zellen hat sich deutlich verbessert. Das zeigen auch die regelmässigen Leistungstests. Ich fühle mich frischer und weniger gestresst. Ausserdem schlafe ich besser und mein Körper regeneriert auch nach einem härteren Lauf- oder Velotraining schneller. Die Zeit, die ich mir dafür nehme, tut mir extrem gut und ist auch meine Art der Selbstfürsorge. Alles in allem also: Das Training gut mir sehr gut. Es sollten mehr Menschen dieses «Megatool» kennen und nutzen.

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